Studien- und Berufsorientierung

Studien- und Berufsorientierung (SBO) am GFG

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aktuelles:

  • Präsentationen von der Q1-Hochschulmesse vom 18.07.2013 unter Downloads
  • Internetangebote unter Weblinks


Ziele und Aufgaben

Im Rahmen der Studien- u. Berufsorientierung sollen junge Menschen befähigt werden, eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Erwerbsleben vorzubereiten und selbstverantwortlich zu treffen. Mädchen und Jungen sollen darin unterstützt werden, ihre individuellen fachlichen Interessen und Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Dazu sollen Kenntnisse über die Wirtschafts- u. Arbeitswelt vermittelt, Berufs- u. Entwicklungschancen aufgezeigt und Hilfen für den Übergang in eine Ausbildung, in weitere schulische Bildungsgänge oder in ein Studium gegeben werden.

Im Sinne individueller Förderung sollen Schülerinnen und Schüler den Übergang von der Schule in den Beruf oder in ein Studium verstärkt als Anschluss und nicht als Abschluss erleben. (vgl. BASS 12-21 Nr.1)

Umsetzung am GFG

2.1. Allgemeines

Zur Umsetzung dieser Ziele, auch zur Abstimmung und Koordination innerhalb der Schule, sind die entsprechenden Aufgaben auf zwei zuständige Ansprechpartner aufgeteilt (Fr. Renner und Hr. Glorius), die diese Aufgaben arbeitsteilig  übernehmen, ggf. unter Hinzuziehung entsprechender Ansprechpartner und Experten von außen (Organisation von themenbezogenen Vorträgen, Informationsveranstaltungen usw.). Um eine intensive und angemessene Beratung zu ermöglichen, nutzt die SBO ein eigenes Büro (hier befinden sich Informationsmaterialien, Möglichkeit der Internetrecherche, usw.), in dem auch Sprechstunden durch die zuständigen Beratungslehrer angeboten werden. Die SBO sieht ihre Schwerpunkte als Teil der individuellen Förderung am GFG in erster Linie in den Bereichen Beratung (allgemeine Veranstaltungen für den gesamten Jahrgang und individuelle Beratung), Vermittlung (Möglichkeit  der Vermittlung und Kontaktherstellung mit Experten und zuständigen Institutionen, weiterführende Links auf der Homepage der Schule)  und Information (Jahrgangsstufenversammlungen, Sichtung, Prüfung und Bereitstellung von vielfältigen Informationsmaterialien, insbesondere durch Aushänge im Verwaltungstrakt  und entsprechende Materialien im SLZ – dort auch Möglichkeit zur selbstständigen Internetrecherche durch SuS).

Weitere Projekte:

  • Unternehmenskooperation (s.a. zdi-Zentrum)
  • weitere Verstärkung der Zusammenarbeit mit der benachbarten UNESCO-Gesamtschule (z.B. Hochschultag Kamp-Lintfort mit regionalen Hochschulen, Chemie-Aktionstag) und der Kooperationsschule Gymnasium Rheinkamp (z.B. Berufsinformationstag).


2.2. Hochschule Rhein-Waal / ZdI-Zentrum / Teutolab / GuG / Kooperationen

Durch die neu errichtete Hochschule Rhein-Waal mit einem Standort in Kamp-Lintfort ergeben sich für die Zukunft neue Möglichkeiten der Kooperation, insbesondere in Bezug auf Praktika, Betreuung von Facharbeiten, Teilnahme an Vorlesungen, Betriebserkundungen, Unternehmensbesichtigungen usw. Hierfür gibt es eine eigene Ansprechpartnerin und Koordinatorin (Fr. Wiedner-Schneider). Die Kooperation mit der Hochschule und dem zdi-Zentrum ist –analog zum Prozess ihres Ausbaus- in Zukunft verstärkt zu entwickeln. In diesem Zusammenhang ist die im Nov. 2010 erfolgte Gründung eines ZdI-Zentrums (Zukunft durch Innovation, speziell für die MINT-Fächer) in Kamp-Lintfort, das der Verzahnung von Hochschule, Schule und Wirtschaft dienen soll, von besonderem Interesse.

  • Teutolab (s. dort)
  • GuG (s. dort)
  • Kooperationen (s. dort)

2.3. Agentur für Arbeit

Durch regelmäßige Sprechstunden eines Mitarbeiters der Agentur für Arbeit in der Schule (SBO-Büro, Fr. Helders) ist gewährleistet, dass jeder Schüler die Möglichkeit erhält, sich gemäß seinen Wünschen individuell und professionell beraten zu lassen. Auch im Rahmen der Individualberatung der SuS durch die SBO-Lehrer (Fr. Renner, Hr. Glorius) wird auf die vielfältigen Beratungsangebote der Agentur für Arbeit hingewiesen bzw. werden diese empfohlen. Auch werden die dazugehörigen Informationsmaterialien und Publikationen den SuS im SLZ zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus finden regelmäßige Veranstaltungen der Agentur für Arbeit in der Schule statt (s.u. und s. Kooperationsvereinbarung Arbeitsagentur – GFG).

2.4. Unternehmerverband / Niederrheinische IHK / Unternehmerschaft Niederrhein

Diverse Veranstaltungen (thematisch flexibel und nach Bedarf, z.B. „Duales Studium“, Betriebserkundungen). Durch den Chemie-Aktionstag der Unternehmerschaft Niederrhein (gemeinsam mit UNESCO-Gesamtschule) werden die SuS an die weit gestreuten und vielfältigen Berufsfelder der am Niederrhein stark vertretenen chemischen Industrie und ihrer Nachbarbereiche herangeführt.

2.5. Struktur der Maßnahmen

Jg. 9:

  • Unterrichtsreihe „Bewerbung“ im Fach Deutsch, ergänzt und vertieft durch den „Job-     Pass“ (=Berufswahlportfolio) der Stadt Kamp-Lintfort (obligatorisch)
  • Unterrichtsreihe „Arbeits- u. Berufswelt“ im Fach Politik (obligatorisch)
  • Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) und Kompetenzfeststellungsverfahren (obligatorisch; Koordination: Fr. Specht)


Jg.10:

  • zweiwöchiges Schülerbetriebspraktikum (SBP) (Kennenlernen der Berufswelt, Klärung eigener Interessen (Praktikum + Bericht) ; Koordination: Fr. Specht)

Jg. 11:

  • ausführliche Vorstellung und Präsentation der SBO; Verteilung entsprechender Flyer und deutlicher Hinweis auf weiterführende Links auf der Homepage, bes. Möglichkeiten der Kompetenzfeststellungsverfahren (obligatorisch)
  • Besuch einer Hochschule / Ruhr-Universität Bochum (Ganztagsveranstaltung, obligatorisch)
  • Bewerbungstraining / Assessment-Center (Barmer GEK, obligatorisch)
  • Sonderveranstaltung der Agentur für Arbeit (Wege nach dem Abitur, obligatorisch)
  • Infoveranstaltung „Abgang  nach Q1“ durch Agentur für Arbeit (optional)
  • Info FSJ / Bundesfreiwilligendienst  (in Kooperation mit FS Religion, optional)
  • Präsentation, Erläuterung und zentrale Beschaffung „Zeit-Studienführer“ (optional)
  • Informationsveranstaltung „Duales Studium“ und „Ausbildung“ (Agentur für Arbeit, optional)
  • Besuch der Hochschulmesse „Einstieg ABI“ in Köln (obligatorisch)
  • Hochschulmesse in Kamp-Lintfort (regionale Hochschulen, zusammen mit UNESCO-Schule, obligatorisch)


Jg.12:

  • Informationsveranstaltung „Studieren in den Niederlanden“ (Extern + optional)
  • Informationsveranstaltung „Studienfinanzierung“/“Duales Studium“ (Extern + optional)
  • Informationsveranstaltung „Einschreibeverfahren an Universitäten/Hochschulen“ (Agentur für Arbeit, optional)


2.6 Individuelle Beratungsgespräche

Einen wesentlichen Schwerpunkt des Konzepts bilden die individuellen Beratungsgespräche, die durch einen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit (s.o.) und / oder durch die Studien- u. Berufsberatungslehrer der Schule (Fr. Renner / Hr. Glorius) durchgeführt werden. Hierzu ist eine Terminabsprache erforderlich, die Inanspruchnahme ist freiwillig. Die Beratungsgespräche finden im Beratungsbüro (R. 23) statt, wo auch die Möglichkeit der individuellen und begleiteten Internetrecherche besteht. Von besonderer  Bedeutung ist die sog. „Einstiegsberatung“. Dieses Gespräch dauert ca. 50-70 Min. und dient der grundlegenden Analyse des „Ist-Zustands“ der jeweiligen Schülerin / des jeweiligen Schülers. Über jedes Gespräch wird ein Gesprächsprotokoll angelegt, um in evtl. Folgegesprächen gezielt darauf zurückgreifen zu können. Diese Protokolle werden im Beratungsbüro zentral verwaltet.

Zunächst geht es darum, den SuS deutlich zu machen, dass der Prozess der Studien- u. Berufsorientierung ein längerer Prozess ist, der sich über Monate und ggf. Jahre erstreckt. Sinn eines Beratungsgesprächs kann also nicht sein, den SuS sofort eine passgenaue Lösung zu präsentieren, sondern ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung zu schaffen und konkrete Hilfen zur weiteren Orientierung anzubieten. Hierzu werden zunächst persönliche Interessen, Erfahrungen und Ziele abgefragt. Die SuS erhalten dann konkrete Empfehlungen erprobter und qualifizierter Informationsangebote, mit denen die SuS weiter arbeiten können. Das gilt für verschiedene Informationsmaterialien in der Schule, den Verweis auf die Angebote der Agentur für Arbeit und die Empfehlung diverser Internetangebote zur weiteren Hilfe. Erfahrungsgemäß strebt der überwiegende Teil der SuS ein Studium an.

  • www.abi.de (Überblick, allgemeine Orientierungshilfe)
  • www.studifinder.de (umfangreicher Onlinetest zur Studien- u. Berufsorientierung)
  • www.powertest.de (dito, Angebot der Agentur für Arbeit)
  • www.che-ranking.de, www.hochschulkompass.de, www.studiengänge.zeit.de (weiterführende Informationen und Hilfen zur Wahl von Studiengängen und Universitäten)
  • www.ausbildungplus.de (Informationen zum Dualen Studium)
  • www.bundesfreiwilligendienst.de, www.pro-fsj.de (Informationen zum Bundesfreiwilligendienst, FSJ usw.)
  • www.stipendiumplus.de (Möglichkeiten der Studienfinanzierung)
  • www.jobboerse.arbeitsagentur.de (Datenbank mit Ausbildungsplatzangeboten)
  • usw., wird laufend aktualisiert (siehe Weblinks)


Mit diesen Informationen arbeiten die SuS dann selbstständig weiter und werden aufgefordert, ein Feedback zu geben. Evtl folgende Beratungsgespräche bauen dann auf den neuen Erfahrungen und Einsichten auf und dienen der weiteren Spezialisierung und Individualisierung. Auch diese Gespräche werden protokolliert.

3. Fazit und Ausblick

Insgesamt befindet sich die SBO am GFG in einem ständigen Prozess der Anpassung an die sich verändernden Gegebenheiten der Arbeits- und Berufswelt sowie des Bereichs Hochschulen und Universitäten. Diese Bereiche sollen mit den individuellen Voraussetzungen, Zielen und Möglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler in Übereinstimmung gebracht werden, die sich, nicht zuletzt durch die Umstellung auf G8, ebenfalls in einem ständigen Wandlungsprozess befinden.  Diesem Ziel dienen auch der Besuch von Informationsveranstaltungen, Vorträgen und Fachtagungen.